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Zahlreiche Erkrankungen gehen einher mit Herpes-Viren.

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Arnold Hilgers Institute - DE > Wissen und Infos > Wissenschaftliche Fakten > Molekulare Onkologie
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Immunsystem und Onkologie

Durch den Fortschritt in der Immunologie und Molekularbiologie ergeben sich neue Perspektiven in der onkologischen Immundiagnostik und Therapie.

 

Um eine effektive Therapie zu planen, ist es nötig, den immunologischen Status in den verschiedenen Teilbereichen der Immunantwort genau zu bestimmen. Eine exakte Analyse zellulärer und humoraler Immundefekte ist die Grundbedingung für eine erfolgversprechende adjuvante Immuntherapie (1). Lymphozytenzahlen, T-Subpopulationen, mitogeninduzierte Proliferation und IL-2 Sekretion sowie NK-Zell-Funktion und die Funktion der Monozyten / Makrophagen korrelieren verschiedenen Studien zufolge mit der Prognose bzw. dem Stadium des Tumors (1,3,4).

 

Für das Monitoring der Immuntherapie mit biologischen Immunmodulatoren bei Tumoren empfiehlt die Amerikanische Gesellschaft für Mikrobiologie folgende Untersuchungen:

  • Lösliche Zellprodukte (Immunglobuline, Zytokine, Zytokinrezeptoren, andere Lymphozytenrezeptoren, Enzyme, Neopterin, ß2-Mikroglobulin)
  • Immunphänotypisierung (Zellzahlen und Zellsubpopulationen)
  • Funktionsuntersuchungen (Multimerieux Hauttest, Zytotoxizitätstest, Zytokinproduktion, Proliferation, Chemotaxis, Signaltransduktion, Superoxid-Bildung) (2).

Durch tumorbedingte Chemotherapie wird auch das Immunsystem stark geschwächt. Die körpereigene Tumorabwehr wird dadurch zusätzlich vermindert - eine unerwünschte Nebenwirkung der Therapie. Daher ist es sinnvoll, bereits vor der Therapie die Funktionsfähigkeit des Immunsystems zu untersuchen, Schwachstellen aufzudecken und zu stimulieren, um dem chemotherapiebedingten Zusammenbruch des Immunsystems entgegenzuwirken und diesen ggf. zu  verhindern. Die Analyse der nach der Therapie geschädigten Zellfunktionen und deren Rekonstitution ist ein weiteres Ziel der systematischen Analyse und der daraus resultierenden therapeutischen Möglichkeiten.


Im Rahmen der unspezifischen Immunität spielen die Makrophagen / Monozyten und die NK-Zellen die wichtigste Rolle bei der Tumorabwehr. Der Untersuchung der monozytären Phagozytoseaktivität, der Respiratory burst Aktivität, der Makrophagenaktivierung und Antigenpräsentation (HLA-DR), der Anzahl und der Funktionalität der natürlichen Killerzellen bei der Lyse von Tumorzellen kommt dabei die wichtigste Rolle zu.


Um die spezifische Immunabwehr zu beurteilen, ist zunächst die Immunphänotypisierung der Zell-Subpopulationen inklusive der Aktivierungszeichen der T-Zellen erforderlich. Des weiteren spielen für die Beurteilung des Funktionszustandes des spezifischen Immunsystems die lymphozytäre Mitogenstimulation und die Zytokinsekretion der Lymphozyten eine wesentliche Rolle. Aus dem Serum können Aktivierungsmarker wie TNF-alpha, sIL-2-Rezeptor und einzelne Zytokine zur Gesamtbeurteilung mit herangezogen werden.


Während die Untersuchung der unspezifischen Immunparameter (s.o.) bereits Eingang in die Routinediagnostik gefunden hat, ist seitens der spezifischen Parameter die Immunphänotypisierung und die Mitogenstimulation eingeführt. Um den genauen Stellenwert der Zytokinbestimmungen bei Tumorpatienten im Rahmen der immunologischen Funktionsdiagnostik zu ermitteln, sind weitere Untersuchungen im Rahmen von Studien erforderlich.


Auf etablierte und bekannte Parameter der labormedizinischen Tumordiagnostik und Verlaufskontrolle (Tumormarker, Blutbild etc.) wird an dieser Stelle verzichtet. Untersuchungen sind hier von der Lokalisation, der Art und dem Stadium des entsprechenden Tumors abhängig.

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